Egmating

Aufführungsjahr: 2005
Buch: Gerhard Loew
Regie: Gerhard Daniel
Ort: Rathausprunksaal Landshut 

Zum Stück: Der Hias und der Lenz haben an dem streng verbotenen Haberfeldtreiben in Egmating teilgenommen. Um der Verfolgung des Dorfgendarms Doppelhofer zu entgehen, flüchten sich die beiden zum nahegelegenen Wirt, dem Vordermoar. Bis zum Morgengrauen wird beratschlagt, wie man den Nachforschungen der Obrigkeit entgegenzutreten hätte. Dann hat man schließlich eine Idee für ein nächtliches Alibi - in wohlgeformter Gestalt der Kellnerin Emmerenz! Brenzlig wird das Ganze allerdings, als tags darauf der g'studierte Kriminalrat Gfrettinger aus der Stadt eintrifft und die Beteiligten einzeln zum Verhör zitiert ...

Die zum Teil derbe Sprache des Stückes ist zum besseren Verständnis des Stückes notwendig und wurde von Regisseur Gerhard Daniel absichtlich nicht abgeschwächt. Bayern pur - zu einer Zeit, als sich noch keiner ein Blatt vor den Mund nahm! Viel Detailarbeit legte der Spielleiter auch in das dem Stück vorgespannte und selbst kreierte Haberfeldtreiben. Darauf ist Daniel besonders stolz und fügt an, dass noch keine Bühne in Landshut ein original Haberfeldtreiben gezeigt hat. Er kramte dabei in etlichen Archiven und bekam tatkräftige Unterstützung vom Kunst- und Literatursammler Hans Sax. Bei den verwendeten Versen handelt es sich um Originalverse der letzten großen Haberfeldtreiben in Valley, Harthausen und eben Egmating. Die Proben haben bereits gezeigt, dass das Treiben ein echtes Spektakel wird und die Texte, mögen sie auch noch so derb sein, richtig unter die Haut gehen. 

Der Autor: Gerhard Loew ist seit über 20 Jahren als Mundartautor tätig. Mit seinen ersten Theaterstücken „Die Grattleroper“, „Die letzte Nachtigoi“, „Da Hochstandjosef“ usw. trug er maßgeblich zum Erfolg der weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannten Iberl-Bühne bei. Seine Stücke sind teils traditionell-, teils aktuell-bodenständige Komödien in bayerischem Dialekt oder auch mit Liedern durchsetzte Burlesken, die als Mundartmusicals Furore gemacht haben.