70 Jahre
Hofberg Theater Landshut


Der Wittiber
von Leopold Ahlsen - nach einem Roman von Ludwig Thoma


Der Schormayer-Bauer Sebastian Glas verliert überraschend seine geliebte Frau. Sie war als tüchtig und fleißig bekannt und eine große Hilfe für den Bauern. Deshalb geht man davon aus, dass der Witwer den Hof nicht allein weiterführen kann und will und ihn deshalb an seinen Sohn Lenz übergeben wird. Doch der Bauer fühlt sich hinausgedrängt. "Übergeben und nimmer leben", besagt eine Lebensweisheit, denn der "Austrag" bedeutet wieder Abhängigkeit. War man in der ersten Lebensphase von den Eltern abhängig, so wird man es in der letzten von seinen Kindern und Erben. Man wird zum "Gar-neamand" und ist zu nichts mehr nütze. So fühlt sich aber der Bauer keineswegs, zumal er just in dieser Situation einen Beweis erhält, daß er durchaus noch seinen "Mann stehen" kann und als solcher Attraktivität besitzt. Aus einer Bierlaune heraus findet er Ablenkung von seiner Einsamkeit, Trost und Bestätigung bei seiner Magd Zenzi. Damit setzt er sich in den Augen der anderen moralisch ins Unrecht. Darüber hinaus wittern die Kinder Erbschleicherei. Sohn Lenz versucht, gegen den Vater zu rebellieren und die Magd zu diskreditieren, bis es zur Katastrophe kommt..

Aufführungsrechte: Theaterverlag Desch, Berlin